Aus der Redaktion des Bußgeldkatalogs.net stellen wir einen Gastbeitrag von Laura Gosemann vor, für den wir uns ganz herzlich bedanken. Hier wird erklärt welch komplizierte Vorgehensweise notwendig ist um an einen Anwohnerparkausweis zu erhalten und es gibt einen wertvoller Link zu einem Bußgeldkatalog:

Parkraumbewirtschaftungszonen in Köln: Wie beantrage ich einen Anwohnerparkausweis?
Im Jahr 2017 war die bis dahin ermittelte Pkw-Dichte in Köln auf dem höchsten Stand. 438 Autos waren je 1.000 Einwohner zugelassen – Tendenz steigend. Kein Wunder, dass der Parkraum in deutschen Großstädten hart umkämpft ist. Um das Verkehrsaufkommen in den Stadtzentren zu drosseln, gibt es daher vielerorts Parkraumbewirtschaftungszonen, in denen ein Parkplatz stündlich Geld kostet. Wer in solch einer Zone wohnt, benötigt einen entsprechenden Anwohnerparkausweis, um nicht pro Stunde blechen zu müssen.

Voraussetzungen für einen Anwohnerparkausweis
Damit ein Fahrzeughalter einen Anwohnerparkausweis beantragen kann, sind zwei Voraussetzungen notwendig:
1.Der Antragsteller muss seinen ständigen Wohnsitz innerhalb der gewünschten Parkzone haben.
2.Das Fahrzeug, auf welches der Parkausweis ausgestellt werden soll, ist auf den Antragsteller zugelassen.
Dabei ist zu beachten, dass immer nur ein Parkausweis pro Antragsteller und Kfz ausgestellt wird. Auch wenn mehrere Personen mit dem Wagen fahren, muss ausschließlich der Fahrzeughalter den entsprechenden Antrag stellen.

Unterlagen für die Antragstellung
Grundsätzlich sind in jeder deutschen Stadt ähnliche Unterlagen für die Beantragung eines Anwohnerparkausweises mitzubringen. Das ist in erster Linie der Fahrzeugschein, sprich die Zulassungsbescheinigung Teil I, die jeder Fahrer ohnehin stets mit sich zu führen hat, sowie der Personalausweis des Fahrzeughalters. Aus diesem muss die Meldeadresse innerhalb der geforderten Parkzone hervorgehen. Kann der Halter nicht selbst zur Antragstellung erscheinen, ist zusätzlich eine Vollmacht auszustellen.
Gegebenenfalls ist auch ein Antrag für den Bewohnerparkausweis auszufüllen, der bei der zuständigen Behörde oder auf der dazugehörigen Internetseite zu erhalten ist. War zuvor bereits ein Bewohnerparkausweis einer anderen Zone im Besitz des Fahrzeughalters, ist auch dieser mitzubringen. Gleiches gilt bei der Beantragung eines Parkausweises wegen eines Wechsels des Kraftfahrzeuges, des Kennzeichens oder auch beim Verlust des bestehenden Parkausweises.

Kosten für den Anwohnerparkausweis
Die Gültigkeit des Parkausweises sowie die anfallenden Kosten sind in jeder Stadt unterschiedlich. In Köln können Fahrzeughalter die Laufzeit ihres Bewohnerparkausweises bestimmen. Danach richten sich dann die anfallenden Gebühren. Zur Wahl stehen:
1  Monat für 4,20 Euro
12 Monate für 30 Euro
18 Monate für 45 Euro
24 Monate für 60 Euro
Bei Änderungen oder einem Ersatzausweis werden Gebühren in Höhe von 2,50 Euro fällig. Grundsätzlich ist hier auch ein Antrag online über die Internetseite der zuständigen Behörde möglich.

Übrigens: Einen Antrag zur Verlängerung des Anwohnerparkausweises zu stellen ist in Köln nicht notwendig. Drei Monate vor Ablauf der Gültigkeit wird der Fahrzeughalter informiert. Bezahlt dieser im Anschluss erneut eine Gebühr für eine bestimmte Laufzeit, erfolgt die Verlängerung automatisch.

Parken ohne Parkausweis
Wer sein Auto ohne einen Parkanwohnerausweis sowie ohne einen stündlichen Parkschein innerhalb einer Parkzone abstellt, erhält bei einer Kontrolle durch das Ordnungsamt stets ein Knöllchen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, sammelt sich nicht nur eine enorme Summe an, sondern das Verwarnungsgeld kann sich zudem zu einem Bußgeld und weiteren Sanktionen erhöhen.

Hier geht es zu unserem kostenfreien Ratgeber: https://www.bussgeldkatalog.net/anwohnerparkausweis/