Ein ehrgeiziges Projekt der Stadt Köln wurde erstmal von dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig gestoppt. Wie lange ist ungewiss. 2015 war die Stadt davon ausgegangen, dass die 3500 Wohnungen und die 4500 Arbeitsplätze bis 2028 fertig sind. Das steht jetzt aber in den Sternen. Die Sanierungssatzung für das 115 Hektar große Gelände hat das Gericht für unwirksam erklärt. Die Parkstadt Süd braucht nun eine neue Satzung. Nachdem bereits in 2013 keine Aufstellung über die Kosten vorlag, hatte bereits 2015 das OVG Münster schon die Satzung für unwirksam erklärt. Dem folgt nun das Bundesverwaltungsgericht. Die Stadt Köln hätte bereits in 2103 darlegen müssen, ob sie die Sanierungsmaßnahmen in absehbarer Zeit finanzieren kann.
Die Stadt Köln möchte nun im Vorfeld weitere Areale vorsorglich erwerben, damit es nicht andere tun.
Dafür soll der Rat ein „besonderes Vorkaufsrecht“ der Stadt für das Areal beschließen.

Auch die Planung für die Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf würde weiter verfolgt. Bis 2020 werde Planungsrecht für ein Frischezentrum geschaffen sein.
Solange will die Stadt Köln auf dem Gelände ein Stadtteilbüro einrichten. Es soll in der zweiten Jahreshälfte fertig gestellt sein. Hier werden dann Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden, die am Realisierungsprozess der Parkstadt Süd die Bürger beteiligt.

10.04.2018 / 12.04.2018