Die Galerie Thomas Zander freut sich, zum Saisonauftakt zwei raumbezogene Einzelausstellungen von Peter Downs­brough und Joanna Piotrowska zu zeigen, die Arbeiten aus unterschiedlichen Medien wie Schwarz-Weiß-Fotografie, Film, Skulptur und Wandarbeit präsentieren.
Der amerikanische Konzeptkünstler Peter Downsbrough (geb. 1940, New Jersey) hat ein reduziertes visuelles Vokabular entwickelt, das er benutzt, um sein Werk zum jeweiligen Raum in Beziehung zu setzen. Sein Material besteht aus Linien, Schnitten, Buchstaben und Zwischen Räumen. Die Linie ist verbindendes und signifikantes Element in den zwei- sowie dreidimensionalen Arbeiten. Schon sehr früh erscheint sie in Peter Downsbroughs Werk, sei es als Rohr oder Stab in Außen- und Innenskulpturen (Two Pipes und Two Poles), als sich wiederholen-des Element in Fotografien, Büchern, auf Papier- und Wandzeichnungen. Die Linien bilden einzeln oder als zwei meist parallel laufende Linien Intervalle im Raum und ziehen so eine gesteigerte Aufmerksamkeit auf ihren Umraum. Flankierend zur Ausstellung wird die Außenskulptur Two Pipes im Laufe des Jahres bis zum Herbst 2022 sukzessive an mehreren Orten im Kölner Raum installiert, beginnend mit dem Skulpturenpark Köln.
Joanna Piotrowska, geboren 1985 in Polen, arbeitet mit den Medien Fotografie, Film und Performance. Die Galerie freut sich besonders, mit Are We Home Yet? nun die erste Einzelausstellung seit Beginn ihrer Repräsentanz vorzustellen. Ihr Werk lotet menschliche Beziehungen und deren Gesten von Fürsorge, Selbstschutz und Kontrolle aus. Inspiriert durch unterschiedliche Quellen, darunter illustrierte Broschüren zur Selbstverteidigung und feministische Psychologie, hinterfragt sie konventionelle Annahmen wie die Verbindung des Zuhauses mit Konnotationen von Familie und Geborgenheit. In Schwarz-Weiß-Fotografien und Performancefilmen inszeniert die Künstlerin ihre Akteur:innen mit Körperhaltungen und Berührungen, die die Beziehung zueinander und zum Raum ungewiss, teils liebevoll und teils unbehaglich wirken lassen. So schwingen Potentiale von Einsamkeit und Gewalt mit, die sich in der häuslichen Dynamik entwickeln können.
Die Ausstellungen sind ab Samstag, 4. September von 12-18 Uhr eröffnet. Verlängerte Öffnungszeiten am DC Open Galleries Wochenende vom 3.-5. September. Es gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen. Zutritt zur Galerie erhalten Sie nur mit  3 G-Nachweis (geimpft, genesen oder getestet). Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Joanna Piotrowska, A most gentle 2019 © Joanna Piotrowska