Jetzt ist es soweit, eine Lichtgestalt der Bürgervereine in Köln geht in den „Ruhestand“
Herr Maretzky hatte immer „zum Gehört werden“ der Bürgervereine im Kölner Süden beigetragen, nicht nur durch sein Engagement in der Vereinigung Rodenkirchen, sondern auch durch seine übergreifende Tätigkeit als ein Sprecher und Initiator für die Bürgervereine im ganzen Bezirk. Aus meiner eigenen über zwanzig jährigen Vorstandstätigkeit des Bürgervereins Bayenthal-Marienburg, hebe ich gerne einige Punkte wegen Ihrer gleichen, gemeinsamen Zielsetzung und auch der angenehmen gegenseitigen Unterstützung besonders hervor. Einige Neujahrsempfänge konnten wir aufgeteilt zusammen mit „dem größeren Bruder durchführen“. Einladungen nach Berlin von unserem Bundestagsabgeordneten Dr. Paul hat Herr Maretzky ebenfalls gerne mit uns aufgeteilt. Einen sehr schönen Ausgleich lieferten später die Matineen mit den Einladungen durch das polnische Konsulat.
Wichtig war uns auch immer im Verkehrsbereich die Hauptachsen offen zu halten, gleichzeitig aber auch nicht unnötig Wohnbereiche mit Verkehr zu belasten.
Im Zusammenhang mit der Planung der Hochwasserschutzmauer konnten wir gemeinsam als Änderung erreichen, dass sowohl die Straßenbahn als auch der individuelle Kfz Verkehr an der Rheinuferstr. nicht mehr bei Hochwasser gestoppt werden müssen. Die Querung der Rheinuferstr. an der Südbrücke durch die Linie 17 sollte jedes Mal für 110 Sekunden den Kfz Verkehr unterbrechen. Gegen die katastrophalen Folgen sammelten die Rodenkirchener, die Zollstocker und wir zusammen hinreichend Stimmen für eine Petition, mit der Folge, dass heute eine akzeptable, schnelle Schaltung innerhalb von 25 Sekunden installiert ist.
Genau so wenig, wie wir uns gegen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in Rodenkirchen ausgesprochen haben, gilt das auch umgekehrt, die Gestaltung des Verkehrs in den Vierteln ist laut Herrn Maretzky Sache der Anwohner, so sehen wir das auch, auch wenn das manchmal etwas Zugeständnis erfordert.
Diese nicht immer selbstverständlichen Dinge hebe ich deshalb gerne so hervor, weil sie das immer faire Verhalten im Miteinander von Herrn Maretzky kennzeichnen.
Mir verbleibt jetzt nur noch mich bei Herrn Maretzky für Vieles zu bedanken und ihm alles Gute zu wünschen.

Dr. Hartmut Hammer